Hänsel und Gretel beim Anwalt (1998)

Sketch geschrieben von Thorsten Böhner
Deutsche Märchen und die Rechtsordnung unseres Staates – wie passt denn das zusammen? Da werden Minderjährige aus niederen wirtschaftlichen Beweggründen im Walde ausgesetzt, mit der Folge, dass sie eine „Freiheitsberaubung“ erdulden müssen, der sie ihrerseits nur durch ein „Tötungsdelikt“ entgehen können. Da wird ein Mädchen mit roter Mütze zur Großmutter geschickt und ein Vertreter der Krankenkasse namens „Wolf“ trachtet ihr nach dem Leben und kommt doch selbst zu Tode. Oder das Mädchen Rose wird durch Drogen (oder war es doch ein Fluch?) um ihre Jugendzeit beraubt, was in ihrem Rosengarten eine beträchtliche Verwilderung verursacht. Die Gebrüder Grimm hätten wahrscheinlich kaum Verständnis dafür, ihre wunderschönen Märchen unter juristischem Blickwinkel betrachtet zu sehen, aber trotzdem haben wir es einmal kurz versucht. Die Trinitatis-Theatergruppe hat diesen Sketch anlässlich der Einweihung des Gemeindehauses in der Leibnizstr. 79 in Charlottenburg nach der Renovierung am 1. Februar 1998 zum Besten gegeben. Die Ouvertüre wurde von Ingrid von Schroeder gesungen.

Ensemble und weitere Aktive

Regie
Schauspiel
Souffleur
Maske
Titelgrafik
Bühnenbild

Fotogalerie

Hänsel und Gretel beim Anwalt

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