Jonny ist an allem schuld (1998)

Schwank in einem Vorspiel und 3 Akten geschrieben von Hans Oestmann und Frida Gäfke
Jonny ist an allem Schuld, das ist der Titel des Stücks, das die Trinitatis-Theatergruppe im Jahr 1998 auf die Bretter brachte, die angeblich die Welt bedeuten. Aber natürlich ist damit nicht unser Jonny Mangold gemeint, der, wie schon so oft, mal wieder graphisch für uns tätig war. Wer ist „Jonny“ nun wirklich und was sind seine Untaten? Hier eine kleine Beschreibung: Jonny Bergmann wurde von seinem Vater nach Berlin verbannt, gut bewacht von Detektiven, um seine Braut in Hamburg zu vergessen. Durch Zufall lernt er jedoch einen Schauspieler kennen, Heinz Kater, der ihm verblüffend ähnlich sieht. Er überredet diesen, an seiner Stelle in seinem Haus zu wohnen, um dort für eine Woche seine Rolle zu spielen. Währenddessen will er seine Braut heimlich heiraten und damit seinen Vater vor vollendete Tatsachen stellen. Was zunächst wie ein leichter und angenehmer Job für einen arbeitslosen Schauspieler aussieht, entwickelt sehr schnell eine eigene Dynamik. Hans Kater alias Jonny hat alle Mühe, um nicht „aus der Rolle zu fallen“, denn er erhält einen Besuch nach dem anderen von Leuten, die er naturgemäß gar nicht kennt: Etwa Mademoiselle Loulou aus Paris mit ihrem Vater, die ihn an ein kleines Abenteuer „bei die Nacht“ erinnern möchte. Oder Tante Anna, die in der Ehesache vermitteln will, aber mit ansehen muss, dass ihre junge Gesellschafterin Elisabeth die Gefühle des (falschen) Jonny in Wallung bringt. Nicht zuletzt Onkel Richard, passionierter Briefmarkensammler mit seiner soeben erworbenen Roten Lichtenstein, samt seinem Sekretär Bolle, der keine saubere Vergangenheit zu haben scheint. Nur gut, dass der Diener-Detektiv „Frosch“, offensichtlich nicht gleich ein Meister seines Fachs, doch nach und nach die richtigen Schlüsse zieht. Diese „Zutaten“ verraten Ihnen sicher schon, dass ein spannungs- und aktionsreiches Stück auf die Zuschauer gewartet hat. Wenn dann noch Ausflüge ins Halbweltmilieu (natürlich nur verbal), nicht zustellbare Telegramme und nächtliche Klettertouren hinzukommen, muss das Chaos perfekt werden. Zu guter Letzt erscheint dann noch Irene, die Braut, und auch sie erkennt nicht sofort ihren Verlobten. Da können alle nur noch stöhnen: Jonny ist an allem schuld!

Ensemble und weitere Aktive

Regie
Schauspiel
Souffleur
Maske
Kostüme
Beleuchtung, Ton
Titelgrafik
Bühnenbild
Hinter der Bühne

Fotogalerie

Jonny ist an allem schuld

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